WARENKUNDE

Teil 169: Türkische Sultaninen

Süße Beeren – dem Sultan zu Ehren

Auch wenn in Deutschland umgangssprachlich zumeist von „Rosinen“ die Rede ist: Hoch in der Gunst der Verbraucher steht die Weinbeere tatsächlich in Gestalt der Sultanine. Mehr als hundert Jahre soll es gedauert haben, -bevor es gelang, eine kernlose Weintraube zu züchten. Dem damaligen Sultan zu Ehren wurde diese neue Züchtung dann auch Sultanatraube genannt.
 
Von der Rebe in die Bäckerstube
Sultaninen stammen aus der Familie der Weinrebengewächse (Vitidaceae). Das Erzeugerland für das Qualitätsprodukt „BÄKO Auslese“ ist die Türkei, daneben gibt es eine nennenswerte Produktion vor allem außerhalb Europas in Australien und Südafrika. Am Beispiel der „BÄKO Auslese“ verfolgen wir den Produktionsweg der türkischen Sultanine von der heimischen Rebe bis in die deutsche Bäckerstube, wo sie als Grundlage für unzählige Süßspeisen dient.
 
Wie bei der Weinernte ist auch diese Traubenernte im vollreifen Stadium echte Handarbeit. Anschließend beginnt der Trocknungsprozess. So werden nach der Ernte die Beeren über Planen auf dem Boden ausgelegt. Eine Lösung aus Olivenöl und Pottasche wird nun aufgesprüht oder die Beeren werden in diese getunkt; dann beginnt die Trocknung in der Sonne. In den folgenden Arbeitsschritten wird mehrmalig gewaschen, gesäubert und sortiert, Fremd-anteile wie Stiele werden abgetrennt.
 
Süßes aus dem Weingarten Europas
Der Geschmack der Sultaninen ist durch seinen hohen Zuckergehalt sehr süß, er ähnelt dem des Honigs. Wahrscheinlich sind sie daher so begehrt für Süßspeisen gerade in der Back- und Süßwarenherstellung in Bäckereien und Konditoreien – wie Rosinenbrötchen, Rosinenbrot, Christstollen, Topfengolatsche (Quarktasche), Kaiserschmarrn u.v.m.
Die gesamte Warenkunde zum Thema Türkische Sultaninen finden Sie in BÄKO-magazin 9/2010 ab Seite 87!
 
 
 
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