WARENKUNDE

Teil 165: Sesam

Begehrte Körner mit starkem Aroma

Der Sesam (Sesamum indicum) ist eine der ältesten kultivierten Ölpflanzen, deren Kulturen heute auf fast allen Kontinenten zu finden sind. Weltweit wurden im Jahr 2008 mehr als 3,6 Mio. Tonnen Sesam geerntet, doch die Nachfrage ist immer schwieriger zu befriedigen, denn der Sesambedarf an den Weltmärkten steigt jährlich um etwa 3%. Gegen diesen Trend entwickelt sich der Anbau.
 
Mengen- und Preistransparenz
Der Handel mit Sesam wird in Äthiopien, im Sudan und in Indien überwiegend auf wenigen großen Märkten abgewickelt, auf die die Anbauer und Zwischenhändler ihre Ware bringen. Dort wird sie von den Käufern begutachtet und zu einer festgesetzten Tageszeit öffentlich versteigert. Die gehandelten Mengen und erzielten Preise werden täglich veröffentlicht – so entsteht Transparenz.
 
„Sesam öffne dich“: Gutes aus der Kapsel
Etwa 90 Tage nach der Aussaat werden die Stiele kurz über dem Boden von Hand geschnitten und zum Nachreifen und Trocknen in Hocken auf dem Feld aufgestellt. Die trockene Samenkapsel springt von selbst auf („Sesam öffne dich“) und wird über Planen ausgeschüttelt. Die so gewonnenen Samen werden zunächst an der Sonne nachgetrocknet und dann zur Reinigung in Siebanlagen gebracht. In Deutschland und den anderen Indus-trieländern wird überwiegend bereits geschälte Sesamsaat eingesetzt.
Die gesamte Warenkunde zum Thema Sesam finden Sie in BÄKO-magazin 5/2010 ab Seite 55!
 
 
 
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