BÄKO Auge
 
WARENKUNDE
Teil 164: Cashewnüsse
Die Nuss, die an einem Apfel wächst
Die Cashewnuss kommt ursprünglich aus Südamerika bzw. Brasilien. Portugiesische Eroberer sollen die Nuss als erste entdeckt und den Cashewbaum in verschiedene Länder gebracht haben. Heutzutage findet man den Baum eben dort sowie in Indien (Südostasien) und Afrika. In den letzten dreißig Jahren stieg die Weltproduktion enorm an. Mit über 2 Mio. Tonnen pro Jahr ist sie höher als bei den anderen Nuss-arten (mit Ausnahme der Erdnuss). Bis der Verbraucher den Cashewkern genießen kann, führt der Weg vom Baum über den oftmals völlig unbekannten Apfel hin zur Nuss, die den Kern umschließt.
 
Ein Baum trägt Früchte ... und Nüsse
Der Cashewbaum (lat.: Anacardium occidentale) ist ein zur Familie der Sumachgewächse (Anacardiaceae) wie Mango und Pistazie gehörender Baum. Sein Hauptprodukt ist die Scheinfrucht (Cashewapfel) sowie die Steinfrucht (Cashewnuss), welche einen ölhaltigen Samen (Cashewkern) enthält. Ein Cashewbaum produziert ca. 200 bis 300 Kerne pro Jahr (zwei bis drei Kilogramm), mit einer durchschnittlichen Ernte von 900 kg/ha. Die Cashewnuss als eigentliche Frucht (mit Samen/Kernen) des gleichnamigen Baums, wächst herausragend, mit einer Länge von zwei bis fünf Zentimetern, am unteren Ende des Apfels. Sie wird unter dem Namen Cashewnuss gehandelt – auch wenn es sich im engeren biologischen Sinne nicht um eine Nuss, sondern um eine Steinfrucht handelt.
 
Eine schmackhafte Nervennahrung
Nüsse bzw. Kerne gelten als Nerven- und Gehirnnahrung. Cashewkerne finden u.a. naturbelassen, geröstet oder gesalzen den Weg in den Handel. Dabei werden sie als Knabberartikel oder als Zutat für Backwaren in Bäckereien und Konditoren verzehrt/genutzt.
Die gesamte Warenkunde zum Thema Cashewnüsse finden Sie in BÄKO-magazin 4/2010 ab Seite 63!