Für ein „gutes Bauchgefühl“ greifen viele Verbraucher zu probiotischen Produkten. Weniger bekannt sind so genannte Prebiotika – obwohl sie in vielerlei Hinsicht eine hervorragende Alternative darstellen.
Prebiotika oder Probiotika?
Probiotische Lebensmittel, vor allem Joghurts, enthalten lebende Bakterienkulturen. Diese gelangen mit der Nahrung in den Darm und erhöhen dort den Anteil der nützlichen Bakterien. Voraussetzung für eine dauerhafte gesundheitsfördernde Wirkung ist der regelmäßige Verzehr. Prebiotika hingegen sind pflanzliche Ballaststoffe. Sie haben eine ähnliche Wirkung, aber eine grundsätzlich andere Wirkweise. Nach dem Verzehr werden diese Ballaststoffe erst im Dickdarm fermentiert, dienen den körpereigenen nützlichen Bifido- und anderen Bakterien als Nahrung und unterstützen diese in ihrem Wachstum und ihrer Aktivität, während die Anzahl unerwünschter Bakterien reduziert wird.
Backtechnologische Vorteile
Inulin und Oligofructose, die bekanntesten und am gründlichsten erforschten prebiotischen Ballaststoffe, sind zu 100% natürliche Pflanzenextrakte, die in zahlreichen Obst- und Gemüsesorten enthalten sind. Sie gelten als Lebensmittel-inhaltsstoffe, nicht als Zusatzstoffe, können deshalb entsprechend auf der Zutatenliste aufgeführt und ohne Beschränkung in Lebensmitteln eingesetzt und verzehrt werden.
Das aus der Wurzelzichorie gewonnene Inulin eignet sich hervorragend für den Einsatz in Brot und Backwaren, vor allem aber lässt sich damit aufgrund der beschriebenen Eigenschaften auch das ernährungsphysiologische Profil zahlreicher Brotsorten verbessern.