WARENKUNDE

Teil 160: Liköre

Bunte Vielfalt mit großem Aroma

Likör – das ist der Sammelbegriff für gesüßte und aromatisierte Spirituosen, der sich vom lateinischen Wort „liquor“ (Flüssigkeit) ableitet. Liköre wurden ursprünglich als Heilmittel eingesetzt, woran noch heute die englische Bezeichnung „cordial“ (in der ursprünglichen Bedeutung: herzstärkend) erinnert. Das Einlegen von Früchten und Heilpflanzen wie auch die Destillation sind uralte Methoden der Konservierung, die im Mittelalter über den arabischen Kulturkreis wieder ihren Weg in die Apotheken und Klöster des christlichen Abendlands fanden.
 
Süßegrad per Zucker
Liköre enthalten meist zwischen 15 und 40% Alkohol (durchschnittlich 33%, Bitter- bzw. Kräuterliköre auch deutlich mehr), auf jeden Fall aber gemäß der in der Europäischen Union gültigen Richtlinien einen Mindestgehalt von 100g Invertzucker pro Liter. Auch anderer Zucker kann verwendet werden, der Süßegrad muss jedoch dem des Invertzuckers entsprechen. Ein Mindestalkoholgehalt ist (mit Ausnahme von Produkten mit Herkunftsbezeichnung) nicht ausdrücklich festgeschrieben.
 
Aromen für Feine Backwaren
Da Liköre nicht destilliert wurden, kann man sie nicht unbeschränkt lange aufbewahren. Selbst wenn sie durch Kälte haltbar gemacht oder pasteurisiert wurden, sollten sie möglichst innerhalb eines Jahres nach ihrer Abfüllung verbraucht werden. Feinste Liköre wie Bitterorangenlikör, Amaretto, Maraschino oder Eierlikör mit bis zu 60 Volumenprozent sind hervorragend zur Pralinenherstellung, für Desserts und zum Flambieren geeignet; sie werden von den Lieferanten von Produkten für Feine Backwaren genau auf die Bedürfnisse und Anforderungen der feinen Konditorei/Bäckerei abgestimmt.
Die gesamte Warenkunde zum Thema Liköre finden Sie in BÄKO-magazin 12/2009 ab Seite 49!
 
 
 
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