Seit Beginn der 90er-Jahre haben Kürbiskerne auch im Backgewerbe einen festen Platz erobert. Grundsätzlich wird zwischen beschalten und unbeschalten Kürbiskernen unterschieden. Der Ertrag pro ausgereiftem Kürbis liegt bei rund 300 Kernen, d.h. bei etwa 100 Gramm.
Beschalte und unbeschalte Kürbiskerne
Beschalte Kürbiskerne: Die bedeutendsten Anbaugebiete liegen im Nordosten Chinas. Im Jahr 2000 wurden die ersten Schälmaschinen eingesetzt, die die händische Schälung innerhalb kürzester Zeit ablösten. Geschälte Kürbiskerne werden nach ihrer Farbe unterschieden.
Unbeschalte Kürbiskerne: Sie werden sowohl in China als auch in Österreich, Ungarn, der Slowakei und Russland angebaut. Für Backzwecke wird ein grasgrüner Kern bevorzugt. Dieser wird im Nordwesten Chinas angebaut. Unbeschalte Kürbiskerne zu Speisezwecken werden nach der Ernte an der Luft getrocknet. Ein gutes Endprodukt zeichnet sich durch möglichst geringe Anzahl gelblicher Kerne aus.
Hohe Akzeptanz in der Backbranche
Unbeschalte Kürbiskerne haben sich auf dem deutschen Markt etabliert. Galten sie in den Anfangsjahren noch als minderwertig, fanden sie ihren Eingang in die Bäckereien über die Mischung mit geschälten Kürbiskernen. Heute werden die schalen-losen Kerne vielfach wegen ihrer ausdrucksvollen Farbe und ihres kräftigen Geschmacks von den Fachleuten bevorzugt – vorausgesetzt, die Verarbeitung hat in einem Betrieb stattgefunden, der europäische Hygieneanforderungen erfüllt. Daher bezieht die BÄKO-Organisation Kürbiskerne nicht nur ausschließlich aus chinesischen Werken, die von ihr ausgesucht und überwacht werden, sondern lässt Muster aus jeder eintreffenden Sendung bei einem deutschen Labor auf Reinheit und Belastungen untersuchen.
Sichere Produkte mit Zusatznutzen
Die BÄKO-Qualitäten „Shine Skin“ und „spezialgebürstet“ sind frei von Samenhaut und in der Farbe edel grün. Des Weiteren weisen sie gleichmäßige Kerngrößen und eine einheitliche Optik auf. Die BÄKO-Kürbiskerne der Spezialmischung für die Herstellung von Backwaren sind eine aufeinander abgestimmte Mischung unterschiedlicher Kürbiskernsorten. Einen hohen Anteil (ca. 50%) bilden dabei schalenlos gewachsene Kürbiskerne, die
neben dem kräftigen aromatischen Geschmack auch optisch Akzente setzen. Sie bieten im farbigen Wechselspiel mit den weiteren Sorten in der Spezialmischung eine typisch handwerkliche Anmutung.