Kohl wächst – im nährstoffreichen Boden, bei gemäßigtem Klima – im Bereich der Landwirtschaft auf dem Acker oder natürlich auch im eigenen Garten. Das größte geschlossene Kohlanbaugebiet Europas und damit Deutschlands „Kohlkammer“ bildet die Schleswig-Holsteinische Region Dithmarschen. Auf über 2.800ha werden hier alljährlich von 280 landwirtschaftlichen Gemüseanbaubetrieben rund 80 Mio. Kohlköpfe im Wert von 25 Mio. Euro geerntet.
Je nach Sorte werden ganz unterschiedliche Pflanzenteile gegessen; z.B. ist die Kohlrabiknolle ein verdickter Stängel, und Weiß- sowie Rotkohlköpfe werden aus den Blättern gebildet. Gerne wird der volkstümlich auch Kappes, Cabis oder Weißkraut genannte Weißkohl als urdeutsches Gemüse angesehen, obwohl er schon den alten Römern bekannt war. Das liegt daran, dass er am häufigsten angebaut wird und inzwischen als wichtigste Kopfkohlart gilt. Eine zarte Konsistenz, ein feiner Geschmack und dezenter Geruch bilden die Haupteigenschaften der Weißkohlsorte „Spitzkohl“. Rotkohl, der auch Blaukraut genannt wird, verdankt dem Farbstoff Anthocyan seine auffällige lila-violette Farbe. Beim Wirsing – sein Name lautet auch Welschkohl, Herzkohl oder Savoyerkohl – liegen die krausen, wellenartigen Blätter locker aufeinander. Grünkohl entfaltet sein volles Aroma nach dem ersten Frost, er ist äußerst widerstandsfähig gegen Kälte. Als eher junges Gemüse (1785 in Belgien kultiviert) kann Rosenkohl zu einer Höhe von 1m heranwachsen. Blumenkohl – der fleischig verdickte Blütenstand einer Kohlart – gehört als die Kohlblume zum Lieblingsgemüse der Deutschen. Als naher Verwandter des Blumenkohls kam Brokkoli erst vor einigen Jahren (in den 80er–Jahren) auf den deutschen Tisch. Der aus Italien stammende Romanesco hat einen sehr markanten pyramidenförmigen Kopfaufbau. Chinakohl wird auch als Pekingkohl oder Blätterkohl bezeichnet und kann zu einer ein Kilo schweren Pflanze heranwachsen. Eine Import aus Fernost ist auch Pak-Choi oder Paksoi (was im kantonesischen soviel wie „weißes Gemüse“ heißt), der in Aussehen an Mangold erinnert.
Kohl kann in Form von deftigen Mahlzeiten oder als Snackzutat in der Bäckerei als landeseigenes Gesundheitsplus angeboten werden. Die Kosten sind gering, der Arbeitsaufwand bei der Verarbeitung hält sich in Grenzen. Neben vielen Mineralstoffen wie z. B. Eisen, Kalzium, Phospat, Natrium und Magnesium enthält Kohl Vitamin C, Eiweiß und hohe Mengen an Ballaststoffen. In ihm sind viele Antioxidantien enthalten (Selen und Carotin), die gegen Gifte wirken und vor Bakterien schützen. Kohl kommt auf 25 Kalorien bei 100g. Auch auf die richtige Lagerung von Kohlgemüse kommt es an, denn mit jedem Lagertag verliert der Kohl wichtige Vitamine.
BÄKO
21.05.2012
Seminar „Mehr Spaß und Erfolg beim Verkaufen" der BÄKO Sauerland
BÄKO
22.05.2012
Konditorenfachseminar „Torten & Dekoration“ der BÄKO Region Stuttgart