Ohne das unscheinbare Mineral gäbe es kein Leben auf der Erde – egal ob Mensch oder Einzeller, kein Lebewesen kann ohne Salz existieren. Aus dem Meer kommt alles Leben – und aus dem Meer stammt auch das Salz.
Für den menschlichen Körper ist Salz ein lebenswichtiger Mineralstoff, der den gesamten Flüssigkeitshaushalt im Körper steuert. Der menschliche Körper besteht zu 75% aus salzhaltigem Wasser. Unsere Körperflüssigkeiten (Hirn-, Zellflüssigkeit, Tränen, Schweiß etc.) sind nicht anderes als Salzlösungen. All die genannten Körperflüssigkeiten enthalten die gleichen 84 Salze, Mineralstoffe und Spurenelemente in gleichem Mischungsverhältnis wie das Meerwasser.
Die Geschichte des Salzes reicht zurück bis zu den Wurzeln der Menschheit. Schon vor Jahrtausenden erlangte dieses Gewürz für den Menschen eine besondere Bedeutung. In der Urzeit wurde das Salz von Steinen und Felsen am Ufer von Salzseen abgekratzt oder aus ausgetrockneten Meerestümpeln gewonnen. Im Vorderen Orient wurde es bereits sehr früh zur Konservierung von Fisch und Fleisch (Pökeln) verwendet. Dabei machte man sich die Eigenheit zunutze, dass Salz dem Gewebe Flüssigkeit entzieht. Das verhindert die zersetzende Tätigkeit von Enzymen und Mikroorganismen und damit den Verderb der Nahrungsmittel.
In Europa gewann man bereits um 1000 v. Chr. Salz in speziell angelegten Salzgärten – Salz aus Meerwasser, das dann auch über weit verzweigte Handelswege gegen andere Waren eingetauscht wurde. Der Salzhandel entwickelte sich immer mehr zu einem höchst profitablen Geschäftszweig, das „weiße Gold“ wurde zu einer globalen Währung.
Salz ist nicht gleich Salz. Je nach der Gewinnungsart gibt es feine Unterschiede, die sich auf die Qualität und Reinheit des Salzes auswirken. Salz kann aus der Sole (= salzhaltiges Wasser) natürlicher Salzquellen, aus unterirdischen Steinsalzlagern oder aus Meerwasser erzeugt werden.