Sonnenblumenkerne sind die nährstoffreichen Samen der Sonnenblume (Helianthus annuus) aus der Familie der Korbblütler. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet befindet sich in Nord- und Mittelamerika (Mississippi-Gebiet, Mexiko), wo sie offenbar bereits vor 2500 Jahren gezielt kultiviert wurde.
Wie so viele Nutzpflanzen, die uns heute als selbstverständlich „heimisch “ erscheinen, gelangte auch die Sonnenblume erst im 16. Jahrhundert durch spanische Seefahrer nach Europa, wo sie zunächst als Zierpflanze angebaut wurde. Im 17. Jahrhundert begann man damit, die Kerne auch für Backwaren oder geröstet als Ersatz für Kaffee oder Trinkschokolade einzusetzen. Die Nutzung als Ölpflanze setzte dagegen erst im 19. Jahrhundert ein.
Sonnenblumenkerne zur Ölgewinnung werden heute nahezu weltweit angebaut. Zu den bedeutendsten Anbauländern in Europa zählen Russland, Frankreich, die Ukraine, Spanien, Rumänien, Ungarn und Bulgarien. Insgesamt wurden im Jahr 2008 in Europa etwa 28 Mio. Tonnen Sonnenblumenkerne geerntet, von denen jedoch nur rund 250 Tsd. Tonnen geschält werden.
Die wichtigsten außereuropäischen Anbauländer sind die Volksrepublik China, die USA, Kanada und Argentinien. Sonnenblumen der Sorte „Confection“ werden überwiegend in den USA, in Argentinien und China angebaut.
Mit Blick auf die deutsche Backbranche kann man hinsichtlich des Warenursprungs von einer Dreiteilung sprechen: Die besonders hochwertigen „Confection“-Kerne kommen meistens aus China und Argentinien. Großkörnige, helle Ölware wird aus dem Norden Chinas importiert, während kleinkörnige Ölware überwiegend aus Osteuropa bezogen wird.
BÄKO
21.05.2012
Seminar „Mehr Spaß und Erfolg beim Verkaufen" der BÄKO Sauerland
BÄKO
22.05.2012
Konditorenfachseminar „Torten & Dekoration“ der BÄKO Region Stuttgart