Nirgendwo auf der Welt spielt die „Brotzeit“ eine so große Rolle wie in Deutschland, der Nation der „Brotweltmeister“, was die Sortenvielfalt des Grundnahrungsmittels anbelangt. Für viele gehört zuerst einmal Butter
aufs Brot, alternativ pflanzliche Fette. „Brotaufstrich“ ist fachsprachlich der Oberbegriff für streichfähige Lebensmittel von dickflüssiger bis pastenförmiger Konsistenz.
Bei den herzhaften Aufstrichen verführt ein nahezu unüberschaubares Angebot zum Genuss. Als Grundlage für pikante Brotaufstriche dienen gekochte Getreideerzeugnisse, Hülsenfrüchte, Gemüse, Kartoffeln, Hefeextrakte, Soja, Lupinen, Samen oder Nüsse – eine auch für Bäcker interessante Gruppe.
Nussmus ist bekömmlicher als der Verzehr ganzer Nusskerne und auch in der Weiterverarbeitung vielseitiger einsetzbar. Es dient als Basis zur Herstellung von Nusscremes, die unter Zusatz von Pflanzenölen, Zucker, Aromen und Emulgatoren zu einer feinen, cremigen Masse verrührt werden.
Während als Grundlage für pikante Nussaufstriche vorzugsweise Pistazien-, Pinien- oder Walnusskerne verwendet werden, ist Cashewnussmus ein eher exotischer, nahrhafter Genuss und als leckerer Brotaufstrich oder Grundlage pikanter Saucen und asiatischer Gerichte zu verwenden. Mandelmus wird bevorzugt als Backzutat sowie zur Süßwaren- und Marzipanherstellung geschätzt.
Auch wenn Nussnougatcremes bei den meisten Ernährungsfachleuten weiterhin kein hohes Ansehen genießen, tut das dem Siegeszug der Brotaufstriche keinen Abbruch. In jüngster Zeit sehen Ernährungsexperten den Verzehr dieser Süßigkeit zum Frühstück jedoch offenbar weniger kritisch als noch vor einigen Jahren.