WARENKUNDE

Teil 146: Ingwer

Wärmendes Gewürz, kühlender Genuss

Hierzulande ist Ingwer vor allem als Zutat zu indischen und asiatischen Speisen bekannt. Dabei handelt es sich um ein äußerst vielseitiges Gewürz.

Er schmeckt sehr scharf, ist gleichzeitig leicht süßlich würzig, und wird zur Herstellung von Lebensmitteln wie Backwaren, Süßigkeiten und Getränken, als Aroma- und Duftstoff für Kosmetikprodukte und Parfümerie sowie in der pharmazeutischen Industrie verwendet.

Doch auch beim deutschen Konsumenten steigt die Beliebtheit des Ingwers, zumal er nicht nur als getrocknetes und gemahlenes Gewürz erhältlich ist, sondern zunehmend ganzjährig auch frisch angeboten wird.

Der Ursprung des Ingwers (Zingiber officinale Roscoe) liegt vermutlich in den tropischen Regenwäldern Ost-asiens. Schon im Altertum kam er über arabische Händler nach Europa. Mit den Römern gelangte er schließlich auch in den deutschsprachigen Raum.

Heute baut man die Gewürzpflanze in fast allen tropischen und subtropischen Ländern an, vornehmlich aber in Indien, China, Indonesien, Vietnam, Japan, Australien, der Karibik sowie in Südamerika und Westafrika. Weltweit werden jährlich über 900 Tsd. Tonnen Ingwerwurzeln erzeugt.

Die deutschen Importe an getrocknetem Ingwer stammen überwiegend aus China. Frische Knollen kommen hauptsächlich aus Brasilien, Jamaika und Costa Rica.

Bei uns kommt Ingwer geschält in den Handel. Dazu wird der geerntete dunkel-schuppige Grüne oder Schwarze Ingwer durch Blanchieren, vorsichtiges Schälen und oft auch durch Bleichen mit Kalkpuder zu der bekannten, sehr hellen Handelsware veredelt.

Ingwer wird geschält oder ungeschält, gekocht oder roh, getrocknet oder frisch verwendet. Daher eignet er sich für viele verschiedene Zwecke.

Die Wunderknolle würzt Backwaren wie die traditionellen Ingwerkekse, schmeckt aber auch in Muffins. Kandiert, getrocknet und gemahlen verwendet man Ingwer vorwiegend in der Weihnachtsbäckerei, wo er Lebkuchen und Printen geschmacklich verfeinert.

Die gesamte Warenkunde zum Thema Ingwer finden Sie in BÄKO-magazin 10/2008 ab Seite 97!
 
 
 
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