Wer schon einmal Brombeeren (lat. Rubus fructicosus) vom Strauch gepflückt hat, erinnert sich bestimmt an die vielen Dornen überall, die sich in Haut und Textilien verfangen haben– daher auch der Name: Brombeere leitet sich vom althochdeutschen „Bramberi“ ab und bedeutete ursprünglich Dornenstrauch, was der Frucht auch den zweiten Namen „Kratzbeere“ einbrachte.
Wie alle bedeutenden Beerenarten gingen Brombeerzüchtungen aus Wildformen hervor, die mittlerweile in Kulturplantagen angebaut werden. Wildwachsend kommen Brombeeren meist an Weg- und Waldrändern sowie Waldlichtungen häufig vor.
Die sehr saftigen, süßlich bis säuerlich schmeckenden Brombeeren sind von Juli bis Oktober pflückreif. Das Beerenobst wird zum Zeitpunkt der Genussreife geerntet, d. h. die weichen, blauvioletten Brombeeren sind unmittelbar danach zum Verzehr geeignet.
Der gewerbliche Erntevorgang unterliegt hohen Anforderungen: Brombeeren darf z.B. kein Wasser anhaften, damit die Stückigkeit und die Fruchthaut beim anschließenden Schockfrosten erhalten bleiben.
In der Backbranche werden die empfindlichen Früchte hauptsächlich als Füllung verwendet und geben Sahnegebäck einen intensiven, leuchtend-violetten Farbton. Frische, dekorative Brombeeren zieren in der Erntesaison von Juli bis Oktober Sahnetorten und -schnitten.
Die Beerenfrüchte besitzen einen hohen ernährungsphysiologischen Wert. Durch den Wasseranteil von 80–90% weisen sie einen geringen Energiegehalt von durchschnittlich 44 kcal je 100 g auf. Der Kohlenhydratanteil liegt bei 4–7%. Die mineral- und ballaststoffreichen Brombeeren enthalten vor allem Vitamin C und den Farbstoff Carotin sowie die Spurenelemente Kalium, Mangan, Eisen und Kupfer.
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21.05.2012
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