Kelten und Germanen galt der Holunder als heiliger Baum, der eine Göttin verkörperte, die Haus und Bewohner vor Schaden beschützte. Noch heute weisen in ländlichen Gebieten zahlreiche Holundersträucher nahe Wohnhäusern, Scheunen und Viehställen auf den heidnischen Glauben hin.
Die Früchte zählen botanisch zum Steinobst. Wilder Holunder wächst als Strauch mit einer Größe von drei bis zehn Metern. Kulturholunder dagegen wird als Baum gezüchtet, um die Beerenernte zu vereinfachen.
Holunder gilt als wahre Wunderbeere, wenn es um die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten geht. Die an ätherischen Ölen reiche Heilpflanze lindert als Arznei viele Krankheitssymptome.
Auch Hersteller von Konfitüren, Backfüllungen und Aromen entdecken den Holunder wieder als neue Geschmacksrichtung für das Sortiment. Ob als Verzierung, Farbglanz oder Fruchtfüllung/-aroma: Holunder bietet reichlich Variationsmöglichkeiten. Holunderfruchtpaste eignet sich ideal in der Verarbeitung von Creme- und Sahneerzeugnissen, denn das Produkt wirkt sich nicht auf das Gebäckvolumen aus und bietet zugleich einen appetitlichen Anblick.